ZSC Lions - HC Lugano 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 1:0 nV.) 

Die 8321 Zuschauer erlebten an diesem Eishockeyabend nicht nur ein attraktives,

unterhaltsames Spiel, sondern auch nicht weniger als drei Premièren. Erstens war zum ersten Mal in dieser Saison Zäsi Zehnder im Einsatz.

Zweites schlugen die Zürcher erstmals in der laufenden Meisterschaft die Luganesi. Drittens gewann das Team von Kent Ruhnke erstmals in

dieser Qualifikationsrunde ein Spiel in der Overtime. Zu den infolge Verletzungen nicht einsatzfähigen Laurent Müller, Thomas Papp und Adrian

Plavsic gesellte sich auch noch Mathias Seger krankheitshalber mit einer Magen-Darm-Grippe. Der Reihe nach verabschiedeten sich während

der Partie dann auch noch Ronny Keller mit einer sehr starken Prellung der Kniescheibe und fällt für einige Zeit aus. Weiter erwischte es Mattia

Baldi mit einem Bänderriss am rechten Fussgelenk und Rolf Schrepfer musste passen, weil er seine schon länger andauernde

Schulterverletzung wieder spürte. Die Verletztenliste bei den ZSC Lions wird wieder länger und länger. Trotz all diesen negativen Vorzeichen

gelang es den Zürchern dem Tabellenleader aus Lugano eine Niederlage aufzuzwingen. Das Siegstor durch Micheli in der 64. Minute war der

Lohn harter Arbeit des gesamten Teams. «Ein Sonntagsschuss an einem Dienstag hievte die ZSC Lions in den siebten Himmel», kommentierte

der ZSC Lions Pressechef Urs D. Leuthardt nach dem Spiel bei der Medienkonferenz. Lugano-Trainer Jim Koleff zum selben Thema: «Die ZSC

Lions hatten schlussendlich mehr vom Spiel gehabt, und deshalb ist der Sieg in der Overtime auch in Ordnung.» Kent Ruhnke hatte wieder

einmal Grund zu strahlen und sich an diesem hart erkämpften Sieg echt zu freuen. Die Tore für die ZSC Lions schossen: Della Rossa,

Martikainen, Weber), Micheli (Stoller). Für den HC Lugano traf Fedulov (Astley, Jenni). Strafen gegen die ZSC Lions 5 x 2 Minuten, gegen den HC

Lugano 7 x 2 Minuten plus 20 Minuten Spieldauer Disziplinarstrafe, plus 5 Minuten für unerlaubten Körperangriff (Verletzung Keller).