ZSC Lions  - HC Ambri-Piotta 3:4 (0:3, 2:0, 1:1) 

Das Jahr 1999 ging sportlich für die ZSC Lions nicht positiv zu Ende. Nach den drei Niederlagen

gegen Lugano, Langnau und Bern verloren die Zürcher nun auch die vierte Partie in Serie. Ambri-Piotta legte den Grundstein zum Sieg im ersten

Drittel, das die ZSC Lions total verschliefen. Die Tessiner gingen mit einem Vorsprung von drei Toren in die erste Pause. «Das war Gift für uns»,

meinte Ambri-Trainer Huras, «wir lehnten uns danach etwas zurück und fühlten uns zu sicher.» In dieser Phase erlebten die ZSC Lions ihre

besten Momente und kamen bis zum 3:2 heran. Neben diesen positiven Aspekten zeigten die Zürcher aber auch, dass sie nicht auf ihrem besten

Niveau spielten. Während 5 Minuten in Überzahl gelang ihnen kein Tor. Als dann auch noch Chris Lindberg frühzeitig unter die Dusche musste

weil er es gewagt hatte, eine der kuriosen Entscheidungen des Headschiedsrichters Reto Bertolotti zu kritisieren, musste Trainer Kent Ruhnke

seine ohnedies schon verletzungsbedingt dezimierte Mannschaft nochmals umstellen. Die Tessiner spielten abschliessend betrachtet aber

ganz bestimmt mehr als nur um das einzige Tor, das die Differenz zwischen Sieg und Niederlage ausmachte, besser als die momentan arg

verunsicherten Zürcher. Möglicherweise rettete die nun anstehende Pause der Meisterschaft der NLA die ZSC Lions vor weiteren Tiefschlägen.

Die letzte Pause in der Meisterschaft jedenfalls kam gerade zur richtigen Zeit und die Mannschaft von Kent Ruhnke kam gestärkt aus diesem

Timeout wieder in die Meisterschaft zurück. Die Tore für die ZSC Lions schossen: Lindberg (Müller, Hodgson), Müller (Hodgson, Jaks), Della

Rossa (Hodgson, Morger). Für Ambri-Piotta trafen: Manuele Celio (Stephan Lebeau, Gardner), Stephan Lebau (Gardner, Patrik Lebeau), Fritsche

(Ziegler, Manuele Celio), Manuele Celio (Steck, Gardner). Strafen gegen die ZSC Lions 6 x 2 Minuten plus 2 x 10 Minuten gegen Lindberg, gegen

Ambri-Piotta 5 x 2 Minuten und Spieldauer gegen Stephan Lebeau.