ZSC Lions - HC Davos 5:3 (0:0, 3:2, 2:1) 

20 Minuten und 20 Sekunden mussten die ZSC Lions warten, bis ihr Spieler mit der Nummer 20, Michel

Zeiter, das erste Tor für sein Team schoss. Zeiter war sichtlich einer jener Spieler aus dem Ruhnke-Team, der aus der Zeit in der

Nationalmannschaft  in den vergangenen Tagen den Schwung mitnehmen konnte. Nicht ganz zwei Minuten nach seinem ersten Erfolg erzielte

«Zeiti» seinen zweiten Treffer, nachdem die Bündner zwischenzeitlich ausgeglichen hatten. «Wir konnten auf jeden Ausgleich der Davoser sofort

wieder reagieren und die Führung jedes Mal wieder an uns reissen», lobte der ZSC Lions Trainer Kent Ruhnke sein Team nach dem Match. «Es

war sicher kein sehr hochstehendes Spiel, aber beide Teams haben gut gekämpft und die Spannung langer Zeit konserviert und Es war deshalb

sicher auch ein Spiel für die Zuschauerränge.» Obwohl auch der Davos Trainer Arno Del Curto eigentlich mit seiner Mannschaft zufrieden war,

ortete er doch einige Schwachpunkte bei seinen Schützlingen. «Wir haben zwei, drei Tore erhalten, die nicht zwingend waren und die eigentlich

nicht fallen durften. Nach meiner Meinung hätten wir hier in Zürich einen Punkt verdient, denn das Spiel hätte zeitweise auf diese oder auf jene

Seite fallen können.» Sowohl die ZSC Lions- Akteure, die die letzten Tage unter Nationaltrainer Ralph Krüger in der A-Nationalmannschaft

verbrachten, wie auch das halbe Dutzend Davoser, die in der B-Nati engagiert waren, spürten noch die Anstrengungen dieser intensiven Phase.

«Es wäre wohl besser gewesen, erst am Donnerstag mit der Meisterschaft fortzusetzen, um den Spieler eine angemessene Erholungszeit

zugestehen zu können», meinte Arno Del Curto. Offenbar hatten sich aber die Nationalliga-Cracks mindestens so gut erholt, um sich positiv in

Szene zu setzen und den Krüger-Bonus mit in diese Dienstagspartie zu nehmen. «Somit ist auch die kleine Anregung, die das gesamte

Schweizer Eishockey betrifft gegenstandlos, denn die Partie ZSC Lions - HC Davos hat bewiesen, dass die Nationalspieler wieder voll

einsatzfähig waren.» Die Tore für die ZSC Lions schossen: Zeiter (Baldi, Seger), Zeiter, Jaks, Müller), Plavsic (Della Rossa, Weber), Micheli

(Zeiter, Baldi) und Kout (Jaks) ins leere Tor der Davoser. Für den HC Davos trafen: Fischer (Nummelin, Von Arx), Fischer (Müller, Baumann),

Fischer, Müller, Baumann). Strafen gegen die ZSC Lions 4 x 2 Minute, gegen den HC Davos 3 x 2 Minuten.